Wer anfängt zu trainieren wird erfahrungsgemäß sehr schnell mit einem oder mehreren dieser Mythen konfrontiert. Tatsächlich sind viele davon aber einfache auf Basis falscher Informationen in die Welt gesetzt worden. Ich habe mir die 10 Mythen rausgesucht, mit denen ich am häufigsten konfrontiert wurde und kläre auf.

1. Du musst alle drei Stunden essen

Diese Aussage findest du wahrscheinlich in fast jedem Diät-Buch. Sie wird dir aber auch gerne von „Ernährungsberatern“, Trainings-Freunden und teilweise auch Trainern um die Ohren geworfen. Die Gründe für diese Aussage reichen dabei von vermindertem Hungergefühl, über Aufrechterhaltung des Stoffwechsels oder die Haltung eines bestimmten Blutzuckerspiegels sehr weit. Fakt ist allerdings: In keiner Studie konnte diese Empfehlung und/oder eine ihrer Erklärungen belegt werden. Dennoch hält sich dieser Mythos fest in den Büchern, Zeitschriften und auch in so mancher Ausbildungslektüre von Ernährungsberatern.

Ob du nun 12 kleine Mahlzeiten oder zwei große Mahlzeiten zu dir nimmst: Es kommt immer auf den Nährstoffgehalt und auf die Gesamtkalorienzahl an. Es macht keinen Unterschied ob du nun mehrmals am Tag isst, oder nur sehr selten. Verabschiede dich daher von diesem Mythos – dein Körper ist zwar ein Kraftwerk mit vielen Faktoren, die eine Rolle spielen – er ist aber keine Stechuhr!

2. Muskeln wachsen während dem Fitness-Training

Wir gehen letztendlich ins Training um Erfolge zu sehen, also um Muskeln wachsen zu lassen. Ein fester Irrglaube hält sich vor allem bei Anfängern, aber auch bei vielen die sich mit dem Sport nie wirklich beschäftigt haben: Die Muskeln wachsen beim Training. Aus diesem Grund neigen viele, gerade auch am Anfang, zu Übertraining.

Tatsächlich wachsen Muskeln aber in den Ruhephasen, also Regenerationszeit. Wer seinem Körper eine ausreichende Regenerationszeit verwährt, wird nicht von Muskelwachstum profitieren können. Gerade wenn man einen oder mehrere Tage hintereinander die gleichen Muskelgruppen trainiert, hat der Körper keine ausreichende Regenerationszeit und wird den Muskel nicht aufbauen können.

Doch nicht nur die Regenerationszeit spielt dabei eine wichtige Rolle. Das richtige Verhältnis aus Training, Regeneration, Schlaf und vor allem auch Ernährung machts! Merke dir also: Während dem Training wird ein Anreiz für den Muskelaufbau geweckt – der Muskelaufbau selbst erfolgt während der Ruhe- und Regenerationszeiten.

3. Höchstens 30g Protein pro Mahlzeit oder Shake!

Dieser Mythos ist noch immer sehr weit verbreitet und ist auch in manchen Supplement-Shops immer noch zu hören „Maximal 30g Protein pro Mahlzeit, mehr kann der Körper nicht aufnehmen“. Dieser Mythos wurde inzwischen jedoch mehrfach widerlegt. Tatsächlich ist der Körper eben keine Stechuhr, die sich genau an Zeitangaben, Portionsgrößen oder Gewichte hält.

Selbst wenn man von diesem Mythos ausgeht muss man bedenken: Ein ausgewachsener junger Mann mit 2m Körpergröße hat sicherlich einen anderen Stoffwechsel, als der hagere kleine Kerl mit 160cm Körpergröße – und damit logischerweise auch einen anderen Proteinbedarf bzw. eine andere Aufnahmefähigkeit gegenüber Proteinen.

Wie viel Protein kann der Körper denn nun pro Mahlzeit aufnehmen?

Der Körper kann weitaus mehr als 30g Protein pro Mahlzeit aufnehmen. Je nach Bedarf kann das sogar eine deutlich höhere Portion sein, als mit den 30g propagiert wird. Alleine ein Magerquark enthält 60g Protein (Casein), dass eine gute Abdeckung in der Nacht ermöglicht. Es macht jetzt natürlich keinen Sinn, seinen Proteinbedarf durch noch mehr Shakes zu stillen. Auch hier kommt es immer individuell auf den Versorgungsstand an.

Tatsache ist aber, dass der Körper durchaus mit mehr als 60g Protein pro Mahlzeit klar kommt und auch verwerten kann!

4. Ohne Anabolika kein extremes Wachstum

Dieser Mythos hält sich nicht nur fest in den Köpfen vieler Athleten, sondern wird meist auch von den Trainierenden propagiert, die an der eigenen Schwelle standen und nicht weiter gekommen sind. Meine Erfahrung ist auch, dass viele Menschen die eigentlich zu faul für richtiges Training sind, schnell mit diesem Ausspruch Bestätigung suchen. Und gerade jüngere Anfängern werden schnell zu Opfern findiger Dealer, die mit solchen Aussagen um sich werfen.

Fakt ist: Kein Bodybuilder sieht alleine wegen Anabolika oder Steoriden so aus, wie er aussieht. Tatsächlich gehört auch hier eine ordentliche Ernährung und ein effektives und extrem hartes Training dazu! Die meisten Bodybuilder haben sich auch erst eine ordentliche Basis aufgebaut, bevor sie mit dem Stoffen angefangen haben. Merke: Nur durch Anabolika oder Steroide siehst du genau so scheisse aus wie vorher. Im Hobbybereich lohnt sich der Einsatz einfach nicht, denn das tatsächlich gewünschte Ziel wird sich kaum einstellen.

Die Grundlagen allem Erfolgs ist hartes, intensives Training mit der richtigen Ernährung und der richtigen Portion Schlaf und Regeneration. Bevor du also auch nur an eines dieser illegalen Hilfsmittel denkst, solltest du eine Basis aufbauen.

5. Frauen sehen durch Krafttraining aus wie Männer

Wenn es um eine gute Figur und überschüssiges Fett verlieren geht, ist Krafttraining eines der Mittel zum Erfolg. Tatsächlich verbrennt Krafttraining sehr effektiv Fett und mit mehr Muskeln, ist auch einfach der Grundkalorien-Bedarf über den Tag hinweg höher.

Viele Frauen haben aber Angst davor, durch ein Krafttraining eine männliche Figur zu bekommen oder bereits typisch weibliche Rundungen zu verlieren. Tatsächlich kann man hier aber Entwarnung geben! Zum Leidwesen vieler Fitness-Freundinnen fällt es Frauen von Haus aus schwerer effektiv Muskeln aufzubauen. Und gerade wenn eine Frau sich extreme Masse zum Ziel gesetzt hat, wird es noch schwieriger.

Als liebe Mädels: Keine Sorge, Krafttraining hilft euch genau so gut dabei, eure eigenen Ziele zu erreichen – ohne, dass ihr später aussieht wie Arnold in seinen besten Jahren!

 

Welche Fitness-Mythen hast du gehört und würdest gerne wissen, was dahitner steckt? Schreib mir ein Kommentar und ich werde sie in meinem nächsten Beitrag verarbeiten!

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