7-Minuten-Workout – Bringt es das wirklich?

Seit Ende letzten Jahres hört man von dem 7-Minuten-Workout. Manches Fachmagazin bewirbt dieses einfache und vor allem kurze Trainingsprogramm als Alternative zu einem vollständigen Workout. Und das in nur 7 Minuten. Zu schön um wahr zu sein – hier ein paar Fakten.

7-Minuten-Workout für den Traumkörper?

Wie so oft kommt auch dieser Fitness-Trend wieder einmal aus den USA. Das von zwei US-Amerikanischen Sportwissenschaftlern entwickelte Fitness-Programm basiert auf zwölf einfachen Übungen, die in nur 7 Minuten durchgeführt werden sollen. Das 7-Minuten-Workout macht also seinem Namen alle Ehre.

Nicht jeder Hype ist auf die Qualität eines Produkts zurück zu führen. Tatsächlich hat das 7-Minuten-Workout so große Bekanntheit durch einen Artikel aus der New York Times erlangt. Dadurch erlangte es in kurzer Zeit große Bekanntheit.

Hinzu kommt, dass man für das 7-Minuten-Workout tatsächlich nichts weiter benötigt als ein wenig Platz in den eigenen vier Wänden, einen Stuhl und eine Wand. Praktisch und erspart die teure Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio. Was bisher so einfach klang wird jetzt doch etwas schwieriger: Das 7-Minuten-Workout beansprucht den Körper ganz deutlich. Es ist nämlich im Rahmen des HIIT-Trainings entwickelt worden. Bitte nicht verwechseln mit HIT, bei HIIT handelt es sich nämlich um das sogenannte High-Intensity-Intervall-Training, kurz HIIT.

Wie funktioniert das 7-Minuten-Workout?

Begonnen wird mit einer kurzen Aufwärmphase um Verletzungen vorzubeugen. Anschließend startest du in die 12 Übungen, die ohne Pause im Anschluß nacheinander durchgeführt werden. Diese Übung sollen eine effektiv aufeinander abgestimmte Kombination aus Kondition und Kraftsport sein.

Und um diese Übungen geht es:

  1. Hampelman
  2. Wandsitz
  3. Liegestütze
  4. Crunches
  5. Step-up auf Stuhl
  6. Kniebeugen
  7. Trizeps-Dips
  8. Unterarmstütz
  9. Auf der Stelle laufen (mit angezogenen Knien)
  10. Aufallschritte
  11. Liegestütze mit Rotation
  12. Seitlicher Unterarmstütz

Jede der Übungen dauert 30 Sekunden und soll innerhalb dieser Zeitspanne möglichst häufig und effektiv bewältigt werden. Die Reihenfolge der Übungen spielt dabei eine wichtige Rolle: Die verschiedenen Muskelgruppen können sich während einer Wiederholung entspannen und erholen, sodass immer ein Teil der Körpers deutlich beansprucht wird. Durch dieses Prinzip soll man problemlos auf die Pausen während des Trainings verzichten können, sodass das Training auf 7 Minuten herunter gebrochen werden kann.

In dem folgenden Video werden die einzelnen Übungen kurz erklärt:

Für wen ist das 7-Minuten-Workout geeignet?

Das 7-Minuten-Workout ist extrem schweißtreibend und bringt dich bis an die Belastungsgrenze. Dies ist sicherlich das Zeil des Workouts, stellt aber gerade für Untrainierte Personen eine deutiche Gefahr dar. Auch wer recht fit ist und nun denkt, sich das Training sparen zu können, hat nicht ganz recht. Ich gehe davon aus, dass das Training eine gute Alternative auf Reisen oder in stresigen Zeiten ist – allerdings kann man ein solches Training nicht mit anderen Trainings vergleichen.

Sofern du das Programm als Ergänzung zu deinem normalen Programm wählst, kannst du damit große Erfolge verzeichnen. Anfänger oder allgemein untrainierte sollten von diesem Programm aber deutlich Abstand nehmen – die Gefahr von Verletzung oder Übertraining sind deutlich zu hoch!

Mein Fazit zum 7-Minuten-Workout

Achte die Intensität dieses Trainings und schätze dich richtig ein. Nutze es als Ergänzung und du kannst große Erfolge mit diesem Training ernten. Eine dauerhafte Alternative zu einem Konditions-Training oder einem richtigen Kraft-Training kann ein solches Trainingsprogramm allerdings nicht bieten.

 

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